Rückblick
Nach einem Jahr des Reisens, war dies wohl das Jahr des Neuanfangs. Neue Stadt, neuer Job, neue Freundschaften und die Rückkehr in den Alltag. Meinen letzten Post schrieb ich vor fast einem Jahr vom Ende der Welt. Und mit ihm endeten auch meine Abendteuer auf der anderen Seite der Erdkugel. Nach so einem aufregenden Jahr, zog es mich dann doch heimwerts und so bin ich mit Sack und Pack schon kurze Zeit später von Katoomba aus nach Hause geflogen. Es war ein wahrlicher Schock, als ich nach über 9 Monaten im warmen Australien erstmals wieder den Fuß auf deutschen Boden setzte. Berlin empfing mich mit Minusgraden, Schnee und einer vertrauten Unterkühltheit der Einheimischen.

In den ersten Wochen und Monaten wohnte ich wieder bei meinen Eltern. Erneut ging es darum, wohin die Reise geht. Doch diesmal nicht nur für ein paar Wochen. Ich schrieb Bewerbungen, reiste quer durchs Land und fand schlussendlich ein lauschiges Plätzchen in Bruchsal. Die Stadt liegt zwischen Heidelberg und Karlsruhe und wird für unbestimmte Zeit nun meine Heimat sein. Und nachdem ich Möbelpacker, Cowboy und Zimmermädchen war, habe ich nun endlich eine Stelle gefunden, die meiner eigentlichen Profession entspricht — als Ingenieur für Biomedizintechnik. Es mag ein wenig alltäglich klingen und die Spärlichkeit meiner Berichterstattung könnte diesen Verdacht bestärken. Und abgesehen von ein paar Skitouren im Februar, war ich wirklich vor allem mit Arbeiten beschäftigt. Tatsächlich jedoch, bin ich sehr zufrieden mit meinem alltäglichen Trott.

Ich habe meine eigene Wohnung, freundliche Kollegen und trainiere wieder fleißig für Triathlon und Marathon. Sogar an ein paar Wettkämpfen in Ulm und Karlsruhe habe ich dieses Jahr teilnehmen können. Nur die Kreativität mag an manchen Stellen zu kurz gekommen sein.

Doch es gibt für alles eine Zeit. Und nachdem ich mich in den letzten Monaten gut eingelebt habe, sind die Vorsätze fürs neue Jahr gefasst und ganz oben auf der Liste steht, meiner kreativen Seite wieder mehr Raum zu geben. Und als Ansporn habe ich mir zu Weihnachten direkt eine „Kleinigkeit“ gegönnt. Die Nikon D750 hat die Riege meiner Kameras erweitert. Sie löst meine betagt Nikon D200 ab, die in den vergangenen sieben Jahren immer eine treue Gefährtin war. Mit der neuen Kamera sind bereits einige Projekte geplant und ihr dürft gespannt sein, was dieses Jahr bringt. Momentan sitze ich wieder in einem lauschigen Gasthof in den Alpen. Wie jedes Jahr, darf auch diesmal der Skiurlaub bei mir nicht fehlen. Und wer weiß, sollten sich die dichten Wolken und der Schneefall beruhigen, bekommt ihr vielleicht schon zum neuen Jahr einen ersten Eindruck davon, was euch in den kommenden Monaten erwartet. Bis dahin wünsche ich euch noch ein paar ruhige Tage und einen guten Rutsch! Euer Felix