Auf ein Neues
Das mit dem guten Rutsch habe ich zu diesem Jahreswechsel wiedermal wörtlich genommen. Bei bis zu frostigen -18 Grad und dichtem Schneefall ging es die Pisten des Kaunertals hinunter. Seit nunmehr fast 20 Jahren kommen wir, mit einigen Unterbrechungen, jeden Winter hier her und es hat uns noch nie enttäuscht. Und so hatten wir auch diesmal wieder herrliche Schneeverhältnisse. Morgens ging es mit dem ersten Bus hinauf auf zum Gletscher und abends mit dem letzten Bus zurück ins beschauliche Feichten. Nach so einem Skitag, dem obligatorischen Saunagang und dem unglaublich köstlichen Tiroler Essen ist man abends kaum noch in der Lage mehr zu tun, als sich genüsslich ins sein Bett zu schmeißen. Obwohl es mich immer wieder abends hinausgezogen hat, um Bilder zu machen, durchkreuzten dicke Wolken und Schneegestöber meinen Plan euch den funkelnden Sternenhimmel über den Alpen zu präsentieren. Trotzdem kitzelt es wieder gewaltig im meinem Auslöserfinger.

Und so habe ich am Neujahrsmorgen statt der Astro-, die Actionfähigkeiten meiner neuen Nikon D750 zum ersten Mal testen können. Gemeinsam mit meinem Vater und meiner Schwester, ging es die Pisten lang rauf und runter. Und ich musste feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, dabei brauchbare Bilder zu produzieren. Was nicht etwa an der Kamera lag. Die schlug sich trotz der Kälte, ein zwei Schneeduschen tadellos und auch der Autofokus zeigte kaum Patzer. Kein Vergleich also zur D200.

Problematischer war es eher, den passenden Streckenabschnitt zu finden, bei dem sowohl Hintergrund, als auch die Pisteneigenschaften stimmten. Wenn man dann noch Skifahrer und Fotograf koordinieren muss, merkt man, dass da einige Variablen zusammenkommen. Es bleibt also noch viel Raum für Verbesserungen. Trotzdem ist das ein oder andere Bild gar nicht so schlecht geworden. Und auch wenn ich meine ursprüngliche Bildidee von funkelnden Sternen über schneebedeckten Bergen nicht umsetzen konnte, möchte ich euch das ein oder andere Panorama nicht vorenthalten. Dabei hat mich immer wieder die Qualität des neuen Bildsensors meiner Nikon D750 beeindruckt. Der Dynmaikumfang ist im Vergleich zu meiner betagten D200 doch um Welten größer und das Rauschverhalten lässt mein Fotografenherz höher schlagen. Ihr seht, ich bin ein wenig verliebt 🙂 Aber ich möchte diesen ersten Post des Jahres nicht zu technisch werden lassen. Einen kleinen Erfahrungsbericht bekommt ihr dann in einem separaten Post.

Was mich eigentlich bewegt endlich wieder in die Tasten zu hauen, ist die Lust auf neues, die Lust auf Bilder und die Freude, die Ergebnis mit euch teilen zu können. Und bis es soweit ist, wünsche ich euch allen ein frohes und gesundes Neues Jahr und hoffe ihr seid alle genauso gut reingerutscht wie ich.