„Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet.“ — David Hume

Vor zwei Wochen war es endlich soweit. Seit Langem hatte ich wieder die Möglichkeit Bilder zu machen und dann auch noch gleich mit zwei tollen Modellen Iris & Bernadette (Link zur Fanpage).
Der „Sinner & Saint“ – Workshop stand vor der Tür und ich hatte große Erwartungen. Ob diese erfüllt wurden, erfahrt ihr im folgenden Beitrag.
Der Tag würde lang werden, das war klar. Früh schon war ich aus dem Bett, um  zu packen und auch ja nichts zu vergessen. Wie bereits im letzten Beitrag erwähnt, war meine D750 leider noch nicht von der Reparatur zurück. Also fand meine betagte D200 ihren Platz in der Fototasche. Mit dem Zug ging es dann Richtung Frankfurt/Main. Fast drei Stunden brauchte ich von Tür zu Tür – was man nicht alles für’s Hobby tut 😉
Gegen Mittag erreichte ich die Location – das Couva Boarding House. Von außen eher unspektakulär, war ich gespannt, was uns drinnen erwartet. Nach und nach trudelten auch die restlichen Teilnehmer ein und so konnte es losgehen.
Gemeinsam mit unserem Workshopleiter Sacha Leyendecker (Link zur HP) ging es hinauf zum Penthouse. Die Dachterrasse bot einen grandiosen Blick (Bild) über die Skyline von Frankfurt und lud zu einer kleinen Kennenlernrunde ein.
Anschließend gab es eine Lehrstunde in Sachen Lichtführung. Auch wenn man das ein oder andere schon einmal gehört hatte, war eine Auffrischung gar nicht schlecht. Gerade was das Posing anbelangt, konnte ich doch den ein oder anderen wertvollen Tip von Sacha mitnehmen. Aber wie man so schön sagt: „Probieren geht über Studieren!“

Also wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt — passend nach Marke in Nikon und Canon 😀 Was tatsächlich aber gar nicht so doof war. So konnte man sich bei den anderen Teilnehmern mal das ein oder andere Objektiv ausleihen. Jeder von uns bekam 10 Minuten mit dem Model. Ich hatte das „Glück“, gleich als Erster an der Reihe zu sein. Leider waren die Räumlichkeiten nur Teils optimal und so hatte ich am Anfang meine liebe Mühe, gute Blickwinkel zu finden, ohne störende Elemente ins Bild zu bekommen. (Wie zum Beispiel einen fetten schwarzen Flatscreen ;). Zumindest um das Posing brauchte ich mich nicht groß zu Sorgen. Iris feuerte eine gute Einstellung nach der nächsten raus, sodass ich Mühe hatte mit ihr Schritt zu halten. Es ist eben doch ein großer Unterschied, ob man mit Amateuren oder Profis arbeitet 🙂 Nachdem meine 10 Minuten viel zu schnell um waren, ging es daran, die Ergebnisse von Sacha begutachten zu lassen. Wie sich zeigt, ist es gerade unter Zeitdruck gar nicht so leicht das Gelernte umzusetzen. Gerade bei Ganzkörperaufnahmen fehlt mir noch ein wenig das Gefühl für den richtigen Bildwinkel.

Während der Zeit in der die anderen an der Reihe waren, sprang ich als Assistent ein oder hielt den ein oder anderen Plausch mit den Teilnehmern. Die zweite Runde im zweiten Raum ging dann schon leichter von der Hand. Hier war das Licht und Ambiente um Einiges besser. Genau wie Iris, ist Bernadette Vollprofi. Beide sind in der Lage gekonnt auf den Fotografen zu reagieren, sich auf Licht und verwendete Linse einzustellen und zur Not sogar Tips zu geben, wenn man selbst vielleicht mal gerade auf dem Schlauch steht. Trotzdem sind beide in ihrer Art sehr verschieden, was dem Workshop einen besonderen Reiz verlieh. Trotz aller Professionalität blieb aber der Spass nicht auf der Strecke und man kann sich vorstellen, das bei 5 Fotografen und einem schlagfertigen Model der Unterhaltungswert hoch war. So verflog die Zeit und eh man es sich versah, waren die 4 x 10 min mit den beiden um und es war fast 18 Uhr.
Zum Abschluss des Tages wurde Pizza bestellt (ja auch für die Modelle;) und wir machten es uns auf der Dachterrasse mit Iris und Bernadette gemütlich. Bei einem Bier ließen wir den Tag ausklingen, redeten über Gott und die Welt und genossen den Sonnenuntergang.
Mit dem letzten Zug kam ich gegen 2Uhr nachts völlig erschöpft, aber zufrieden in Untergrombach an.

Stellt sich die Frage: „Hat sich die Investition gelohnt?“

Ich würde sagen: „Auf jeden Fall!“

Allein das Arbeiten mit erfahrenen Modellen hebt die Qualität der eigenen Arbeit auf ein ganz neues Niveau. Die Location war im Nachhinein auch top. Allerdings hätte ich mir vom Workshop an sich mehr erwarten. So kam die Visa leider viel zu spät und fiel ersatzlos aus. Hier nochmal ein großes Lob an die beiden Modelle, die kurzerhand in die Bresche gesprungen sind. Auch gab Sacha zwar am Anfang ein paar wertvolle Tips und hat ich Zeit genommen, um sich die Ergebnisse anzuschauen. Aber auch während des Shootings hätte ich gern mal jemand gehabt, der mir über die Schulter schaut und vielleicht mal hier und da eingreift. Gerade beim Umgang mit dem Model, dem finden der richtigen Pose etc. hätte ich noch mehr Unterstützung erwartet. Aber gut, das ist jammern auf hohem Niveau.
Alles in allem war es ein gelungener Tag, den ich nicht so schnell vergessen werde und ich konnte doch einiges mitnehmen. Schauen wir mal, ob davon beim nächsten Shooting noch was hängen geblieben ist. Bis dahin:

Grüsse,

Felix